Atelierklasse

Atelierklasse

Ob als Hobby oder mit professionellem Anspruch betrieben, richtet sich der Kurs an alle, die an einer offenen Diskussion über Malerei und einer intensiven Auseinandersetzung mit der zeitgenössischen Kunst interessiert sind. Er soll ein Forum bieten, sich künstlerisch- technisch wie auch thematisch, weiter zu entwickeln, ohne dabei auf den Anspruch einer Betreuung auf Hochschulniveau verzichten zu wollen.

Der Kurs ist als Atelierklasse angelegt, das heißt jeder Teilnehmer arbeitet selbstständig an seinen Themen. Es werden keine übergeordneten Systeme verhandelt, sondern eine auf die persönlichen Bedürfnisse der Teilnehmer ausgerichtete Begleitung angeboten. In Gruppen- wie Einzelgesprächen werden kunstgeschichtliche Bezüge und aktuelle Tendenzen in der Malerei in den Unterricht mit einfließen. Wichtiger noch als die technischen Fähigkeiten- die kann man lernen- ist mir die Motivation und Bereitschaft, sich offen auf unbekannte Prozesse einzulassen und dies auch in der Diskussion mit Anderen zu teilen.

Hat die Malerei einen wichtigen Platz in Ihrem Leben eingenommen? Dann führt kein Weg mehr an der Ölfarbe vorbei. Keine Farbe ist so flexibel in ihrer Materialität und gleichzeitig so anspruchsvoll in der Verarbeitung. Kann man bei Acrylfarben noch mit Nachsicht rechnen, haben wir es bei der Ölfarbe mit einer echten Diva zu tun, die jede Nachlässigkeit mit sofortigem Liebesentzug bestraft. Und genau darin liegt ihre Qualität. Stellen Sie sich vor, Sie würden sich beim Malen selbst zuschauen. Das erfordert eine ganz andere Aufmerksamkeit und führt uns weg vom Motiv wieder hin zu dem eigentlichen Prozess des Malens. Wir reagieren auf die Farbe und die Farbe auf uns.

Die Offenheit für den Moment und die Konzentration auf den Augenblick bedeuten nicht automatisch ihn auch kontrollieren zu wollen. Die Farbe in ihrer Eigenheit zu akzeptieren, um sie mit den individuellen körperlichen Ausdrucksmöglichkeiten in Beziehung zu setzen, ist ein wechselseitiger und vielschichtiger Prozess. Das gilt für eine spontane und experimentelle Malerei genauso, wie für das sorgsam konzipierte Tafelbild. Erst dieser Prozess schafft die Bewegung, die es braucht, um eine überzeugende emotionale Bildsprache zu entwickeln. Der größte Feind der Kunst ist die Routine. Der Kurs soll Anreize dafür schaffen auch neue Wege einzuschlagen und Bewährtes weiter zu vertiefen. Er hilft dabei die Spannung aufrecht zu erhalten, die es braucht, um den kreativen Prozess nicht abreißen zu lassen.

Farbe schafft Präsenz, Abstraktion gestaltet die Vorstellung und das Motiv formuliert den Anspruch. Hier liegt das Feld, in dem die Malerei bis heute nichts von ihrer Faszination verloren hat. Zweckmäßigkeit ohne Zweck. Das berühmte Diktum Immanuel Kants über das Wesen des Kunstwerks hat nichts von seiner schillernden Ambivalenz verloren. Es ist ein merkwürdiges Paradox. Man kann es auch anders formulieren: Wenn man ein Kunstwerk gestaltet, folgt man einer inneren Notwendigkeit, um sich dann aber nicht in der bloßen Beschreibung dieser Notwendigkeit zu erschöpfen. Es sollte noch ein unerklärlicher Rest bleiben. Wie der sich dann konstituiert, ist auch die Frage nach der Qualität in der Kunst.

...the moment the story is elaborated, the boredom sets in;
the story talks louder than the paint...
Francis Bacon

Termine und Teilnahmegebühren

Dienstags von 19.00 – 22.00 Uhr

Ort: Kunstschule, Hohenesch 68, 22765 Hamburg

Für den Kurs ist es möglich einen Probetermin zu vereinbaren. Für weitere Informationen schreiben sie mir bitte eine Mail oder rufen Sie mich an.

Das neue Semester für Januar 2018 ist in der Planung. Nähere Informationen auf Anfrage.

Ein Semester geht über 6 Monate und hat ca.20 Termine. Der Kurs findet einmal pro Woche Montags von 19.00- 22.00 Uhr statt.

Tageshonorar á 3 volle Zeitstunden ... 36,– €.

Die Kursgröße beträgt max. 12 Teilnehmer.
Die Teilnahme gilt als verbindlich über ein Semester.
Haben Sie weitere Fragen? Ich freue mich auf Ihren Anruf unter 0176 229 30 532.

Anmeldung: contact@jens-hasenberg.net